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Unser Partnerclub MGC Thalkirchen

In den letzten Wochen gab es in der Abendzeitung München eine Diskussion, ob der Pachtvertrag mit der Stadt München ab 2024 evtl. nicht mehr verlängert werden sollte. Einem Herrn Klaus Bäumler sowie der Stadtratsfraktion „Die Linke“ käme das gelegen. Unser Mitglied Karl Bruckmaier hat hierzu einen Beitrag verfasst:

Stellungnahme zu den Presseberichten um die Golfanlage in München-Thalkirchen
Da ist er wieder. Der Nicht-Gönnen-Könner. Der Verbotsmichel. Sagen wir es offen: der Neidhammel. Seit Jahrzehnten ist die Golfanlange in Thalkirchen ein Musterbeispiel an Sportkultur mitten in der Stadt, eine Rarität, wie sie kaum eine andere Großstadt anzubieten hat. Schlank und gepflegt schmiegt sich die Neun-Loch-Anlage in das Isar-nahe Erholungsgebiet um Floßlände und Hinterbrühler See; langgestreckte Grünflächen, umgeben von stattlichen Bäumen, Biotope, das ganze Jahr über gehegt und gepflegt, blühende Wiesen, brummende Bienen: ein ideales Miteinander von stadtnaher Nutzung von Natur und dem Menschen zugewandter Freizügigkeit. Der ansonsten oft genug übliche Missbrauch öffentlicher Anlagen durch Grill-Gestank, rücksichtslose Mountainbiker oder durch Party-Volk, das selten seine Hinterlassenschaften wieder mit nach Hause nimmt, ist hier unbekannt. Dass sich hier eine Sportstätte befindet, werden die meisten Spaziergänger, die entlang der Fairways flanieren, so gut wie gar nicht bemerken. Die für das Spiel benötigten Flächen sind schmal; keine meterhohen Umzäunungen wie bei Tennis Courts, keine aufblasbaren Hallenmonster, kein hässliches Orange von Tartanbahnen verschandeln hier das Miteinander von öffentlichem Raum und halböffentlicher Vereinsanlage; die angrenzende Kleingartenanlage oder das Freibad Maria Einsiedel wirken von außen ungleich abweisender.
Jeder ist willkommen im Club-Restaurant; kein Eintrittsgeld oder Wachpersonal schrecken vom Besuch ab. Verirrt sich ein Fußgänger samt Hund einmal auf den Golfplatz, wird er von den Spielenden schnell darauf aufmerksam. Ein meist freundliches, mitbürgerliches Verhalten, entspannt, souverän. Und weil das zu schön klingt, um wahr zu sein, muss sich natürlich jemand finden, der das freundliche Miteinander in ein Gegeneinander umdeutet: Golf, der Sport der Schönen und Reichen, soll dem angeblichen Gemeinwohl weichen, das nirgends besser funktio­niert wie im Ist-Zustand um die Golfanlage Thalkirchen. Ach, wären wir Golfer nur alle schön und reich – das bleibt für viele ein Traum. Realität aber ist, dass ein Refugium des Miteinanders – gerade in Corona-Zeiten hat sich dies hervor­ragend bewährt – populistischem Gepöbel geopfert werden soll.
Der Presse Golf Club, die deutschlandweit größte Vereinigung golfspielender Journalisten, solidarisiert sich mit dem Anliegen des Münchner Golf Clubs, den Pachtvertrag mit der Stadt München für die Anlage in Thalkirchen möglichst bald zu verlängern. Schließlich nimmt die Anlage nur einen ganz geringen Prozentsatz der Isarauen-Fläche in Anspruch.

Gerne können auch andere PGC-Mitglieder an der Oberbürgermeister der Stadt München schreiben: buero.ob@muenchen.de