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Spätsommerliches Golfen in Eschenried

Schöner konnte der Tag gar nicht sein nach so viel Regen im August: strahlend blauer Himmel und sommerlich warme Temperaturen boten die Grundlage für einen perfekten Golftag auf dem Golfplatz Eschenried. Hier fand unter besten Bedingungen das Abschlussturnier der jährlich stattfindenden Journalisten-Turnierserie des Bayerischen Golfverbands statt.
Der schöne 18-Loch-Meisterschaftsplatz Eschenried liegt im Münchner Norden am Rand des Dachauer Moos. Viele alte Bäume (die leider dem Golfer manchmal im Weg stehen), natürliche Biotope und Teiche machen die Runde zu einer spannenden Herausforderung auf weichem gelenkschonendem Moorboden. Nach dem Turnier saß man gesellig beisammen und konnte die gute Küche des Golfrestaurants auf der Terrasse genießen. Favorit der Damen war Räucherlachs mit Rösti, Salatbukett und Sahnemeerrettich, so mancher Herr bestellte dagegen lieber Schnitzel Wiener Art mit Pommes.
Im anschließenden Pressegespräch des BGV ging es unter anderen um die seit 2020 bestehende Blühpakt-Allianz zwischen dem Bayerischen Golfverband und dem Bayerischen Umweltministerium. Ziel des Projekts ist, die Golfanlagen naturnah zu gestalten und einen aktiven Beitrag im Kampf gegen das Insektensterben zu leisten. Dem Projekt haben sich bereits 34 Golfanlagen angeschlossen und zehn wurden im Juni bei einer Veranstaltung des GC Eichenried vom Bayerischen Umweltminister persönlich als „Blühender Golfplatz“ ausgezeichnet. Um noch mehr Golfanlagen dafür zu begeistern, hat der BGV den Zugang zum Projekt „Golf und Natur“ vereinfacht und klare Kriterien definiert (siehe www.bayerischer-golfverband.de).
Beeindruckendes Highlight des Tages war allerdings ein Film des BGV über das Turnier mit Golfern mit Behinderung, das im Juli in Aschheim stattfand und Tradition werden soll. Dass der Golfsport reine Lebensfreude sein kann und der Score fast egal ist, wird hier besonders deutlich!
Danke an den BGV und das Team des Golfplatz Eschenried für diesen wunderbaren Tag!
Claudia Bruckmann – Foto: Tobias Hennecke

 


Ein Sommertag im GC Hohenpähl

Wer in diesem Sommer des allgemeinen Missvergnügens schon durch die teils sumpfigen Golfanlagen im Münchner Süden gewatschelt ist – neuer Dresscode: Gummistiefel – dem wird es schwerfallen, unserem folgenden Bericht vom Golfclub Hohenpähl glauben zu schenken. Wo andernorts die Bunker noch randvoll mit Regenwasser sind, ist der Sand in den Bunkern am südlichen Spitz des Ammersees zwar „brettlhart“, aber spielbar. Von der Tee-Box bis zum Grün (okay, ein wenig langsamer als gewohnt) meint man in einer 2021er Golf-Fata-Morgana zu sein, so tadellos sind die Spielbahnen in Schuss. Das Rough um die Fairways herum ist von fairer Tiefe. Die neu in den Carts installierten Tablets zeigen graphisch wenig eindrucksvoll, doch sehr präzise und hilfreich alle relevanten Entfernungen an. Der digitale Papa erzieht einen auch, wenn man einer Tee-Box oder einem Grün zu nahe kommt: So schaut also die Zukunft aus. Die golferische Gegenwart in Hohenpähl ist schlicht und einfach so perfekt wie heuer irgend möglich. Wer den Platz kennt, weiß, dass man am besten auf den ersten sieben Loch seine Punkte sammelt, denn anschließend schlägt die Anlage von freundlich einfach um in gnadenlos schwierig: eng, lang, viel Wasser und immer ein Baum zu viel. Einzige Ausnahmen vielleicht die 11, 12 und 16. Zum Thema Baum: Wer an die schweren Sturmschäden von vor ein paar Jahren denkt, findet keine Spur von diesen Verheerungen mehr. Und wer am Schluss noch Platz nimmt in der stets ordentlichen Restauration, der blickt auf einen wunderbaren Golftag zurück. Und an die Pferdebremsen… Karl Bruckmaier


Golfclub Lana – Golfen zwischen Weinreben und Obstbäumen

Nur 10 Minuten Fahrtzeit südlich von Meran liegt mitten im Ort Lana ein besonders schöner 9-Loch Golfplatz. Der Wein wächst hier bis auf die Fairways und ab und zu muss man seinen Ball zwischen den Reben suchen. Umsäumt wird der Platz zudem von Obstplantagen, die für diese Gegend Südtirols typisch sind. Sensationell ist der weite Blick ins Etschtal und das ganzjährig warme mediterrane Klima lädt zu jeder Jahreszeit zum Golfen ein. Die Anlage wurde von Michael Pinner, einem Mitarbeiter des Golfplatzdesigners Jack Niklaus entworfen und 1998 eröffnet. Die neun Löcher bieten zwar einige Herausforderungen wie etwa das Wasserhindernis auf Bahn 4 (Par 5), sind aber auch für Anfänger zu bewältigen. In jedem Fall kann man die wunderbare Natur ringsherum geniessen. – Golf Club Lana, Brandisweg13, I-39011 Lana, Tel. +39-0473-564696 – www.golfclublana.it (Special: Sundowner Greenfee ab 17.30 Uhr für 25 €) – Claudia Bruckmann

Nach der Runde bietet der Gutshof am Golfplatz leckere Südtiroler Spezialitäten und gute Weine in schönem Ambiente: www.gutshof.it
Hotelempfehlungen: Golfhotel Ballguthof www.ballguthof.com (in Lana direkt am Golfplatz gelegen) oder Alpwellhotel Burggräfler, www.burggraefler.com (in Tisens, etwa 15 Minuten Fahrzeit)


Golfen an der Oder: Binowo Park und Modry Las

Je weiter östlich man als Golfer in Europa abschlägt, desto exotischer wird es. Heißt: Wenige und größtenteils unbekannte Plätze. Viele weiße Flecken also auf der Golfer-Landkarte. Ein prima Beispiel dafür bietet die Gegend rund 200 Kilometer nordöstlich von Berlin in Polen im pommerschen Oderland mit dem PGC-Partnerklub Binowo sowie Modry Las. Keine Straßen weit und breit. Dafür jede Menge Teiche gesäumt von Birken und Trauerweiden. Natur pur ist angesagt im Golfpark Binowo – einem Genussplatz, der für jeden Freizeit-Golfer auch ohne Super-Handicap angenehm zu bewältigen ist. Vor 20 Jahren entstand er als einer der ältesten Plätze in Polen, ein natürlich belassener Genuss-Platz.

Binowo ist das Reich von Manager Slawomir Pinski. Der sportlich-schlanke Anfang-60iger ist Mitte der 1990er von der Leidenschaft für’s Golf gepackt worden. Der gelernte Schiffbau-Ingenieur brachte es als spätberufener Autodidakt zu Handicap 7 und 1997 zum polnischen Amateur-Champion. Er ist der Macher und verlängerte Arm der schwedischen Unternehmer-Familie Brax im Binowo Park.  „Das Gelände ist natürlich belassen“, sagt Slawomir zum Charakter des Platzes, der auf den ersten Neun sehr hügelig daherkommt und mit vielen Panorama-Blicken glänzt. Die Back-Nine sind flach und mit einigen kniffligen Wasser-Hindernissen gespickt. Das schwierigste Loch ist die 5 – ein strammes, enges Par-5 mit 490 Meter Länge von Gelb (390/rot; 540/weiß). Mit einem Dogleg nach rechts und einem kniffligen Anspiel auf’s enge Grün. Das Schluss-Loch entpuppt sich als spektakuläres Inselgrün unterhalb der Clubhaus-Terrasse, das zweitschwerste Loch mit 378 Meter von Gelb (342 von rot/ 390 weiß). Als Golf-Normalo wird man erst mit dem dritten Schlag das Grün mit einem Lob anspielen. Das eröffnet die Chance sowohl auf ein lässiges Par als auch einen Fehl-Schlag ins Wasser. Das Publikum auf der Terrasse wird’s registrieren – zumeist mit einem polnischen Essens-Klassiker vor sich auf dem Tisch: Piedelni und Barszcz-das sind mit Hackfleisch gefüllte Teigtaschen zusammen mit würziger Rote-Beete-Suppe (für umgerechnet 7 Euro). Insgesamt bietet Polen und damit auch der Binowo Golf Park ein prima Preis-Leistungs-Verhältnis mit einem Greenfee von 40 Euro an Wochentagen und 50 Euro am Wochenende.

Modry Las – Gary-Player-Design ohne Loch-Infos
Einen Tick mehr für’s Greenfee muss man in Modry Las auf den Tisch legen: Umgerechnet 44 Euro, beziehungsweise 64 Euro am Wochenende. Dafür spielt man hier auf einer Champions-Wiese von riesigen 120 Hektar auf einem von Gary Player akkurat designten Meisterschaftsplatz nach PGA-Standard. Alle Löcher sind in eine künstliche Hügellandschaft eingebettet und lassen vor allem das Herz des ambitionierten Golfers höher schlagen. Zum puristischen Gary-Player-Design gehört, dass man vergebens Infotafeln an den Abschlägen sucht. Wer genauer wissen will, wohin er schlägt, der sollte nach Old-School-Art ein Birdiebook einstecken oder einen digitalen Info-Helfer aktivieren.  Modry Las ist 2009 entstanden als das Herzensprojekt eines golfenden, polnischen Investmentbankers. Der Meisterschafts-Platz mit einer Länge von 6300 Meter von Weiß (gelb: 5800 Meter; rot: 4900) kommt definitiv Golfern mit mächtig Wumms beim Drive entgegen. Wegen der vielen Wasser-Hindernisse ist es keine schlechte Idee, ein paar Bälle mehr als sonst einzustecken.
Und wegen der insgesamt 72 (!) Bunker in Modry Las empfiehlt es sich außerdem, vorher auf der Range ein wenig Selbstvertrauen für Sandschläge aufzubauen. Ansonsten gilt als Tipp zum Relaxen vor kritischen Schlägen: Immer wieder die Natur einsaugen mit der idyllischen Seen- und Parklandschaft und einem beruhigenden Mix aus Birken, Kiefern und duftenden Wildblumen.
– Text und Fotos: Fritz Häring – Bild unten: Der Binowo-Manager Slawomir Pinski


Da, wo das Green-Vieh grüßt: Angolfen in Pleiskirchen

Der Golfplatz Pleiskirchen mit seinem lustigen Markenzeichen, der grünen Kuh auf der Wiese vor dem Golfrestaurant, ist vom Münchner Stadtrand in nur 40 Fahrminuten auf der erst kürzlich ausgebauten A 94 schnell zu erreichen. Vom Highway auf’s Fairway, so lautet der Slogan des Golfplatzes, ein echter Geheimtipp im östlichen Bayern. Während in München und näherer Umgebung die Golfplätze coronabedingt momentan fast überall nur für Mitglieder reserviert sind und oft nur 9 Loch gespielt werden dürfen, wurden wir als Gäste im Golfclub Pleiskirchen herzlich willkommen geheißen. Bei traumhaft sonnigem Frühlingswetter, starteten wir mit einem Prosecco auf der Bank am Abschlag 1, denn leider darf das schöne Restaurant „Kleemens“ mit seiner tollen Panoramaterrasse derzeit Getränke und Snacks nur „ToGo“ anbieten. Beschwingt ging es dann auf die gepflegten 18 (!) Fairways, die in Pleiskirchen viele abwechslungsreiche Herausforderungen bieten. Geöffnet waren auch jetzt – Ende März – bereits die schnellen Sommergrüns. Die herrlichen Ausblicke bis zur Alpenkette oder auf Pleiskirchen komplettierten den perfekten Golftag.

Also auf zum Angolfen beim Green-Vieh!

Der Golfclub Pleiskirchen bietet übrigens attraktive Fernmitgliedschaften (ab 70 km Entfernung). Näheres auf der Homepage: www.golfclub-pleiskirchen.de
Die Adresse: Am Golfplatz 2, 84568 Pleiskirchen, Tel. 08635/70890-3

Claudia Bruckmann


Golfplatz Eixendorfer See

Der Charme des Golfplatz Eixendorfer See, liegt darin, dass die Bahnen rund um die Ortschaft Hillstett angesiedelt sind und er noch im Aufbau begriffen ist. Der Golfplatz am Eixendorfer See ist ein NATUR-Platz und beinhaltete somit viele Schräglagen, Steigungen und Natur jeglicher Art. Dieser Platz ist mit Sicherheit für Spieler die gewöhnlich auf ebenen Golfplatzen spielen eine große Herausforderung. Ein Elektrocart ist ab 7,95 EUR je 9 Loch mietbar und sicher von Vorteil.
Wir haben beim ersten Mal die Anlage zu Fuß erobert und mussten teilweise trotz des Golftrainings im Urlaub auf Schnappatmung umstellen, weil es so steil war.
Vor dem Start waren wir beim Studium der Scorekarte sehr überrascht über die scheinbare Kürze der Bahnen. Als wir den Platz dann spielten, hat sich unsere Meinung schnell geändert, denn trotz der Kürze der Bahnen sind diese sehr herausfordernd zu spielen, da sehr oft Schräglagen und Senken sowie Hindernisse (Wald, Wasser, Bunker) in ausreichender Anzahl vorhanden sind. Hier ist eindeutig Strategie gefordert und definitiv kein blindes „Hau-drauf“. Der Platz ist nicht unfair aber sportlich anspruchsvoll und vor allem eng und mit Fairways wie ein Lynx Course. Die Golfanlage wurde erst zum Jahresanfang 2017 vom neuen Betreiber übernommen und soll Zug um Zug von den Mitgliedern und dem Betreiber verbessert werden. Das Clubhaus ist neu erstellt und sehr schön zu besuchen, wir haben leider aus Zeitgründen nur einen Kaffee genießen können. Ganz klar ein Platz, der sich um und durch die Mitglieder verdient gemacht hat, aber auch Greenfeespieler mit der angenehmen Preisgestaltung (Für Gäste der Partnerhotels € 40.- für 18 Loch) anlockt, die Urlaub in der Oberpfalz machen.
Fazit: ein „ganz anderer“ Platz als gewöhnlich, nichts für Poser, dafür sehr sympathisch und sehr anspruchsvoll! – Sven Schrader –
www.golf-eixendorfer-see.de


Golfen im Kaiserwinkl

Nur ein Katzensprung von Reit im Winkl und der deutsch-österreichischen Grenze entfernt liegt der Golfplatz „Kaiserwinkl Golf Kössen Lärchenhof“. Der bekannte Golfarchitekt Don Harradine hat hier die Anlage perfekt in den ausladenden Talkessel eingebettet. Auf dem 5.645 Meter langen Platz kann man die imposante Schönheit der umliegenden Natur auf sich wirken lassen. Denn die imposanten Felszacken des Wilden und des Zahmen Kaisers präsentieren sich hier bei einigen Löchern. Der Platz ist sehr abwechslungsreich und abgesehen von den gelegentlich sanften Anhöhen, gibt es kaum nennenswerten Steigungen zu überwinden. Die meisten Spielbahnen sind von dichtem Wald umsäumt, somit spielt man hier auch an heißen Sommertagen bei angenehmen Temperaturen. Ein lohnenswerter Golf-Ausflug von Bayern und München! – pvo –


GC Oberfranken Thurnau


Der Golf Club Oberfranken e.V. wurde im Jahre 1965 gegründet und wurde damals als ein aus Schafweiden und Eichenwäldern bestehendes Areal bei dem malerischen Ort Thurnau vom Besitzer, Baron Hiller von Gaertringen, langfristig gepachtet. Darauf entstanden 1968 im 1. Bauabschnitt die heutigen Löcher 10 bis 18, geplant von Golfplatzarchitekt Dr. Bernhard von Limburger.
Im Jahr 1984 erfolgte die Erweiterung um die Löcher 1 bis 9 durch den Architekten Donald Harradine, sodass seit 1985 eine internationalem Standard entsprechende 18-Loch Golfanlage zur Verfügung steht. Neben dem Golfplatz gibt es einen Übungsbereich mit Driving-Range mit teilweise überdachten Abschlägen, Putting und Pitching Greens mit Übungsbunkern. 1991 wurde das Clubhaus mit Restaurant, Pro-Shop, Umkleiden und Abstellräumen für Golfausrüstung neu gebaut. Aufgrund der langen Existenz zeichnet sich der Platz als einer der wenigen klassischen Parklandkurse in Deutschland durch seine abwechslungsreichen Spielbahnen aus und ermöglicht auch im Hochsommer eine erholsame Runde im Schatten des alten Baumbestandes.
Der Platz ist hervorragend gepflegt und sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene zu spielen. Herrliche Landschaft, breite Fairways und gepflegte Grüns werden geboten und der Platz ist sportlich und jederzeit fair, wobei der Anstieg zum 18. Grün eine echte Herausforderung für alle „Fußgänger“ darstellt. Und das auch deshalb, weil sich die Golfrunde aufgrund der Szenerie und der langen, so gut in die Landschaft eingewachsenen Fairways auf den Bahnen 1 bis 17 wie ein Parkspaziergang beim Baron anfühlt.
Sehr angenehm ist die faire Preisgestaltung für Greenfeespieler mit vielen Aktionen (Mittwoch 30 EUR; oder Greenfee =Handicap). Sowohl im Sekretariat als auch im Restaurant wurden wir zuvorkommend und freundlich bedient. Fazit: toller Platz mit Ambiente und adeligem Style! – Sven Schrader –


L&GC Werdenfels – immer ein Besuch wert

Schneller, höher, weiter – dieser Slogan ist ja schön und gut, aber manchmal steht einem der Sinn nach ganz anderen Qualitäten. Und wir bayerischen Golfer finden dieses „andere“ Golf auf Anlagen – das Anti-Valley gewissermaßen -, wo einst die amerikanischen Militärs nach dem 2. Weltkrieg ihre Golfplätze installiert haben, in Dachau, in Bad Tölz und zwischen Garmisch und Partenkirchen im Land- und Golfclub Werdenfels. Schon beim Einbiegen auf die Anlage macht man einen Satz zurück in der Zeit, meint man amerikanische Offiziere in Bügelfaltenhosen zwischen den kleinen Bungalows am Empfang herumlaufen zu sehen, lächelnde Damen mit Martinis in der Hand, sommersprossige Bubis samt Lassie und Fury. Wir könnten in dem Moment auch am Rande einer Army-Base in Vermont oder New Hampshire sein, wäre da nicht das mächtige Wettersteingebirge, das einen ständig begleitet, eine Steinmauer aus Grau und Rosa, wolkenverhangen, sonnenbestrahlt, immer dominant. An diesem sehr heißen Sommertag ist es gleich ein doppeltes Vergnügen, nach dem freundlichen Empfang an der Rezeption auf die Runde zu gehen: Die ungezählten Bäume sind heute nicht nur verdammenswerte Hindernisse, sondern auch wunderbare Schattenspender. Und hat man gerade noch gemeint, hier werde man sich leichter tun als auf den zeitgemäß langen und engen 18-Loch-Kursen, so macht einen die knackige Mischung aus freundlichen Par3s und ganz schön langen Par5s wieder bescheiden. Eigentlich kann man nur auf den zwei Par 4-Lochs auf der anderen Straßenseite beruhigt abschlagen, alle anderen haben ihre meist hölzernen Tücken. Von der 9/18 sind es dann nur zwei Schritte in die ordentliche Gastro (mit guter Musik aus der Spotify-App), wo man dann gemeinsam rätselt, warum man an einem Tag, an dem Oberau durch die Bank ausgebucht gewesen ist, hier eine entspannte und völlig okaye Runde hat drehen dürfen. Off the beaten tracks, sagt da der Ami. Genau. – Karl Bruckmaier –


Hitzefrei – in den Bergen Tirols: GC Seefeld

Ich denke, es gehört sich, unseren Partnerclubs mal „danke“ zu sagen.
Chris Schmidt und meine Wenigkeit nutzten die Gelegenheit, der brütenden Hitze in München zu entfliehen, und verbrachten 2 Tage in Seefeld/Tirol. Österreich ist wirklich ein Land der Gastfreundschaft. Wir haben im Hotel Elite übernachtet und konnten zum Preis eines Mini-Einzelzimmers in Suiten übernachten, weil das Hotel nicht ausgebucht war. Großzügig.
Unser PGC-Partnerclubs Seefeld-Wildmoos gehört zu den Leading Golf Courses und hat diesen Adelstitel verdient. Habe das letzte Mal mit Egon Stengl vor vielen Jahren dort gespielt. Der Platz hat sich kaum verändert. Allerdings sind der Eingangsbereich zum Clubhaus und die Übungsanlage großzügig umgebaut worden.
Erste liebevolle Überraschung: Der gebuchte Cart stand am Parkplatz für uns bereit. Sowas kenne ich nur von sündteuren Golfclubs in Fernost.
Wir schlugen hinter einem Damenturnier ab und sofort kam mir mein etwas chauvinistischer Spruch in den Sinn: „Der Golfgott bewahre mich vor Regen und Wind – und vier Seniorinnen, die vor mir sind.“ Es ging aber zügig vorwärts. Einzelheiten zum Platz erspare ich euch. Ihr findet alles unter: www.seefeldgolf.com. Nur eines: course management, wie es neudeutsch heißt, ist gefragt. Und von den Championship-Abschlägen sollte nur der abschlagen, der es wirklich kann. Und noch ein Tipp: Fußkranke, Menschen, deren Körperform sich einer Kugel nähert und ältere Semester, denen der Sensenmann schon zuwinkt, nehmen am besten einen Cart. Wichtig: schon bei der Startzeitreservierung buchen.
Das empfehlenswerte Restaurant bietet eine Auswahl aus österreichischen und italienischen Speisen – war alles frisch zubereitet und sehr schmackhaft. Heiße Tage werden noch kommen. Fazit: PGC-Mädels und Jungs – ab nach Tirol. Seefeld ist immer eine Reise wert.
Foto: Loch 9, 142 m lang, geht gewaltig bergab, deshalb Schläger für 110 m nehmen, Chris Schmidt zum Birdie