Foto oben: links die MGA-Mannschaft aus Österreich, rechts das Bayern-Team – in der Mitte Erich Weiss mit dem Pokal.
Ob es Parallelen gibt zwischen dem alljährlich ausgetragenen Ländervergleich der bayerischen (PGC) und österreichischen (MGA) Golfjournalisten und der Politik in Deutschland? Na klar doch. Nehmen wir zum Beispiel die ungewollten „Sanktionen“ gegen den Osten, in unserem Fall also den Südosten, sprich Österreich. Wenn wir es auch nur annähernd geahnt hätten, hätten wir diese aus mehreren Gründen vermieden! Wir hätten nie einen Platz ausgesucht, der sich im vergangenen Jahr noch in voller Pracht präsentiert hat. Der sich inzwischen aber im Umbruch bzw. Abschied befindet und dessen Grüns sich leider in einem mäßigen Zustand befanden. Er war in dieser Verfassung eines Länderkampfes gegen unsere Freunde aus Österreich einfach nicht ganz würdig. Und der (unbeabsichtigte) Schuss ging einfach nach hinten los! Am Ende haben uns nämlich die holprigen Grüns mehr geschadet als geholfen! Außerdem war die „Pipeline Nordstream“ (Getränke) im Hotel der Österreicher leider wegen Reparaturarbeiten ausser Betrieb, so dass die österreichische Gruppe zum Trinken abends in das nahegelegene griechische Lokal ausweichen musste.
Womit wir wieder bei der Politik und den Parallelen angelangt wären. Politiker-Ausreden, wenn mal wieder Mist gebaut wurde, kennt man ja zur Genüge. Wie also würden Scholz, Baerbock, Habeck und Co. die diesjährige Niederlage des PGC gegen die MGA formulieren? So vielleicht? „Wir haben einen guten 2. Platz erreicht, mit gerade mal 13 Pünktchen Rückstand auf den Vorletzten – Österreich…“
Der gemütliche Abend in der „Flößerei“ Wolfratshausen war sicher ein Höhepunkt des Länderkampfes und hat uns für die Mühen beim Putten entschädigt. Im Endeffekt hatten wir auch – abgesehen von einem Schauer am Dienstag früh – drei wunderschöne sonnige Tage.Und die Tatsache, dass wir letztmals auf einem Golfplatz gespielt haben, den es nächstes Jahr nicht mehr gibt – ist zumindest einmalig in der Geschichte MGA vs. PGC. Wir freuen uns auf nächstes Jahr und werden fleißig putten üben !
Fotos: Sepp Beck, hier unten die Brutto- und Nettosieger mit Peter v. Oppen und Erich Weiss, Tabelle darunter: PGC = blau, MGA = rot –



„Tanken Sie Energie und verbringen Sie Ihre Zeit an einem Ort zum Wohlfühlen und Entspannen. Denn Zeit ist ein kostbares Gut, das man nicht leichtfertig vergeuden sollte“. So steht es ganz richtig auf der Homepage.
Bei unserer Mitgliederversammlung im Frühjahr hatten wir beschlossen, dieses Jahr unseren 4-tägigen PGC-Ausflug nach Marienbad zu machen. Wieso also nicht mal gegen den Strom schwimmen und statt – wie fast alle in den Süden – diesmal von München aus in den Norden zu fahren. Beeindruckt waren zunächst alle von den schönen und zahlreichen Stuckfassaden im Zentrum von Marienbad und den historischen Gebäuden aus der K + K Epoche. Unser erster Golfplatz war Kynzvart – einem abwechslungsreichen Kurs, bei dem durch die wochenlange Hitzewelle die Fairways leider teilweise etwas vertrocknet waren. Am zweiten Tag ging es zum Golfclub Marienbad, der übrigens bereits 1905 (!) gegründet wurde. Das Clubhaus ähnelte einem englischen Landhaus – der Platz relativ flach und leicht, aber durch den altem Baumbestand auch attraktiv. Hier gelang Sepp Beck etwas, wovon jeder Golfer träumt: Ein Eagle an einem Par 4 Loch. Abends ging es in das Gourmetlokal „Villa Patriot“ – das leckere Essen auf der Terrasse war der krönende Abschluss des Tages. Am Sonntag fuhren wir dann zum Golfclub Franzensbad – mit abwechslungsreichen Bahnen teilweise durch den Wald und einige Abschläge über große Wasserhindernisse hinweg. Alle waren nach der Runde begeistert von diesem schönen Platz. Insgesamt also eine rundum gelungene Veranstaltung zum fairen Preis. Vielen Dank an Toni Kundegraber –
…hier klicken für weitere Fotos:
Hatten wir Bayern eine Chance? Seien wir ehrlich: nie! Nachdem NRW und Hessen im Vorjahr ob unseres clever herausgespielten Sieges in Franken Rache geschworen hatten, standen die Zeichen diesmal auf Niederlage. Speziell die gastgebenden Hessen hatten sich heuer mit Single-Handicapern, Golfclub-Vizepräsidenten und verwirrend tätowierten polnischen Schwestern in der Gastro verstärkt, auf dass alles andere als ein Sieg dieser Äppelwoi-Cleverles eine Überraschung gewesen wäre. Wir Bayern – ohne unsere allerbesten Spieler angereist – trugen unsere weißen Polos mit Würde zum Markt, ein wenig getröstet dadurch, dass Platz Drei von Baden-Württemberg nur einen müden Netto-Punkt entfernt geblieben ist: aber was uns im Endeffekt bleibt, sind die tollen Eindrücke von der mittelhessischen Landschaft, sind das vorbildliche Clubhaus, der trotz Hitze gut gepflegte Platz, die Organisation des Turniers und die netten Frotzeleien über zwei Tage hin, die unseren lockeren Ansatz von dem der Profis unterscheidet, wie wir im abendlichen Referat zweier Golf-Bundestrainer erfahren durften: der Auftritt der beiden Jugendtrainer war ein Highlight mit spannenden Einsichten in die Aufgabe, Jugendliche auf eine komplexe Karriere im Golf vorzubereiten.
Hier macht es richtig Freude, eine Auszeit vom Alltag zu nehmen: Der top-gepflegte Golfplatz – eingebettet in Wiesen und Felder, aber dennoch inmitten der Stadt – ist der ganze Stolz des Golf-Clubs Ingolstadt. Lässt man den Blick schweifen, gewinnt man schnell den Eindruck, man befindet sich in einer wunderschönen Parkanlage – so eindrucksvoll ist die reichhaltige Flora und Fauna mit Blumenwiesen, Biotopen und herrlichen Seelandschaften. Alles zeugt von der langen, erfolgreichen Geschichte des Golfclubs Ingolstadt, der bereits 1977 gegründet wurde. Um diesen ausgezeichneten, und von Mitgliedern und Gästen oft gelobten Pflegezustand zu erhalten, wird die Anlage täglich von den Greenkeepern mit einer großen Portion Leidenschaft gehegt und gepflegt.
Wir freuen uns, dass wir mit dem Golfplatz Thailing einen neuen Partnerclub im Osten von München haben. Die wunderschöne Anlage mit ihrem herrlichen Weitblick auf die bayerisch-österreichische Alpenkulisse präsentiert sich dank dem frischen Schwung der letzten Jahre in einem völlig neuen Licht. Im Rahmen des neuen Konzeptes wurde die Driving Range mit dem perfekt ausgestatteten Golf Performance Center sowie die Short Game Area neu gebaut und somit die Spiel- und Übungsmöglichkeiten deutlich erweitert. Ein weiteres Highlight der Anlage ist der 6-Loch-Kurzplatz, der es ermöglicht, eine schnelle Runde zu spielen und mit kurzen Wegen an seiner Schlagtechnik zu feilen. Das Herz vom Golfplatz Thailing schlägt im neu designten Clubhaus, das im architektonischen Einklang mit den traditionellen Gebäuden des Gutshofes steht. Am 10. Juni wollen wir dort unser erstes Presseturnier spielen.
Am 18. November 2021 fand beim Saisonabschluss im Münchener Golf Club Thalkirchen auch die Preisverleihung des PGC-Fotowettbewerbes in 2 Gruppen statt: Partner-Golfclubs sowie PGC-Mitglieder. Viele sehr schöne Motive waren eingeschickt worden und so war die Wahl nicht einfach. Letztlich hatte aber bei den Partnerclubs der GC Starnberg mit einer Stimmungsaufnahme die Nase vorn vor dem GC Seefeld/Tirol. Bei den Mitgliedern siegte Jupp Suttner mit seinem Blesshuhn im GC Valley vor Birgit Mehl mit dem Motiv vom GC Kitzbühel-Schwarzsee. Bei der legendär guten Ente im Clubhaus Thalkirchen wurden unter Beachtung der 2G-Auflagen die Sieger geehrt und auch schon über ein paar Termine der Golfsaison 2022 gesprochen. Foto oben: Golfclub-Siegerfoto GC Starnberg, unten: Mitglieder-Sieger Jupp Suttner
Dass dieses Treffen von jeweils zehn unterschiedlich begabten Presse-Golfern aus vier deutschen Bundesländern doch etwas Besonderes ist und kein kleines Turnier wie viele, erkennt man vielleicht schon daran, wie aufgeregt bereits am Vortag die zur Einspielrunde eingetroffenen Spieler durcheinanderwuseln, wie Wörter wie “Mannschaftssitzung”, “Teambesprechung” oder “Sitzung der Team-Kapitäne” hin- und her fliegen, wie die genannten Kapitäne mal auf der Terrasse, mal vor der Toilettentür die Köpfe zusammen stecken, um vielleicht im nächsten Jahr eine noch spannendere Austragsform zu verabreden… Jeder will den Cup, jeder versucht, sein Team in Stimmung und Position zu bringen, und dass dies recht unterschiedlich geschieht, verwundert ja nicht, wenn man sich die auch recht unterschiedlichen Teams anschaut: unseren optisch etwas chaotischen Individualistenhaufen aus Bayern, die feschen, graumelierten Herren aus NRW, alle im roten Pulli, die favorisierten Baden-Württemberger, die auffallend unauffälligen Hessen. So richtig daneben ging die Vorbereitung heuer für die erklärten Favoriten aus dem „Ländle“. Nach einer Weinprobe am Vorabend haben sie sich bei einer Hotelparty wohl selber aus dem Rennen genommen. Also Bahn frei für die drei Verfolger – und das bei Nieselregen und kühlen Temperaturen! Nichts mehr da vom schnellen und harten Platz in Kitzingen, den wir am Vortag kennen gelernt haben. Heute liegen die Bälle wie Bleikugeln. Oder wie die Kugeln, die auf dem einstigen Truppenübungsplatz samt Kaserne wohl überall eingeschlagen haben müssen. Erst die Back Nine konnten halbwegs normal absolviert werden. Und dank so formidabler Leistungen wie der von Gottfried Hiel oder Sepp Kagleder gehen wir Bayern und Franken uneinholbar in Führung und der Pott ist unser – bis zum nächsten Mal. Und wir Bayern haben nicht vor, den wieder abzugeben. – Karl Bruckmaier –
PGC-Team kassiert dieses Jahr in Schladming schwere Schlappe